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Schulassistentin in einer Volksschule

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitsreferat: Was war deine Motivation zu sagen: „Ja, ich suche mir einen Nebenjob zum Studium!“?

Laura: Nicht jeder Student hat reiche Eltern die einem eine Wohnung und das restliche Leben finanzieren können, zudem sind 220€ Familienbeihilfe (die ich sowieso nun noch ein Semester beantragen kann) nicht einmal für eine Monatsmiete ausreichend, trotz Unterstützung meiner Eltern. Und nachdem ich sowieso ein Praktikum für mein Studium brauch, habe ich meine Gelegenheitsjobs aufgegeben und mir gleich etwas im pädagogischen Bereich gesucht.

Arbeitsreferat: Wie viele Stunden arbeitest du (durchschnittlich) pro Woche? Hast du flexible Arbeitszeiten? Wie lange arbeitest du schon neben dem Studium?

Laura: 20h/Woche. Ich arbeite in einer Volksschule, habe also fixe Arbeitszeiten. Seit nicht ganz einem Jahr (seit März).

Arbeitsreferat: Welche Tipps würdest du anderen Studierenden geben, die auch einem Nebenjob nachgehen?

Laura: Zeitmanagement ist alles! Ich muss halt nun auch oft am Samstag in ein Seminar, aber lieber etwas Stress als kein Geld!

Arbeitsreferat: Welche Vor- und Nacheile bringt dein Job mit sich?

Laura: Vorteile sind klar das Geld und dass ich jeden Tag gezwungen werde um 5:45 aufzustehen. Viele Studenten stehen sowieso erst gegen Mittag auf, ich habe dann halt bis dahin schon gearbeitet und hab den Nachmittag frei für die Uni und persönliche Sachen.  Als Nachteil würde ich sehen, dass ich oft genervt und müde heim komm und dann zwar auf die Uni fahr, wenn ich ein Seminar oder eine VU hab, aber keine Motivation zum lernen hab. Die Sozialkontakte leiden auch etwas drunter, wenn man schaut, dass man jeden Tag gegen 10 im Bett ist und am Wochenende Uni hat bzw. Den verpassten Lernstoff nachholen muss.

Arbeitsreferat: Ist es immer leicht Studium, Lernen und Arbeiten „unter einen Hut zu bringen“? 

Laura: Nein! In manchen Wochen geht’s sehr gut, aber wenn dann auf einmal 4 Blockseminare in eine Woche fallen und man Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag von 8 – 12 bzw. 8 – 13 Uhr arbeitet, zurück nach Graz fährt und dann noch mal von 14:30 – 19:30 Seminar hat, überlegt man sich schon ob man sich nicht lieber vor den Bus schmeißen soll statt einzusteigen 😉

Arbeitsreferat: Verzögert sich dein Studium dadurch? 

Laura: Bis jetzt nicht. Nächstes Semester wird’s stressiger. Aber ich würde, wenn es nicht anders geht, meinen Job aufgeben (obwohl ich ihn sehr gerne mach) und mir wieder einen Geringfügigen Job suchen. Ich habe schon durch eine verpatze STEOP Prüfung ein Jahr verloren und kann mir nicht noch eines leisten!

Arbeitsreferat: Was genau sind deine Tätigkeiten? 

Laura: Ich arbeite als Schulassistentin in einer Volksschule.

Arbeitsreferat: Was ist der typische Studentenjob? 

Laura: Ich würde auf Kellern tippen. Oder Babysitten, wenn man nicht große Geldsorgen hat und nur gelegentlich mal Geld braucht (weil man eventuell noch zuhause wohnt).

Arbeitsreferat: Arbeitest du im Sommer zusätzlich? Wenn ja, was? 

Laura: Nicht jeden Sommer. Aber ich habe über einige Sommer schon in einem Schwimmbad, Schmuckgeschäft, Sommersprachcamp und Restaurant gearbeitet. Letzten Sommer aber nicht, da ich eh übers Schuljahr meinen 20h Job hatte.

Arbeitsreferat: Geht’s finanziell auch ohne Arbeit? 

Laura: Prinzipiell würd es sich bis zum Sommer noch dank Familienbeihilfe und Alimente ausgehen (wenn ich nicht mehr fortgehen würde, Urlaub fahre oder auswärts Essen gehe). Aber da die Familienbeihilfe mit 24 aufhört, würde es dann nicht mehr gehen.